Palliativbegleiter

Anbieter:
ILS - Institut für Lernsysteme GmbH
Typ:
Vollzeit und berufsbegleitend / Fernstudium
Abschluss:
Zertifikat (Zertifikat)
Dauer:
12 Monat(e)

Die Ausbildung

Ganzheitliches Konzept nach der WHO-Definition. Jeder Mensch hat ein Anrecht darauf, bis zu seinem letzten Atemzug ein würdiges Leben zu führen. Das ist der zentrale Gedanke der palliativen Begleitung Schwerstkranker und Sterbender. Palliative Care ist somit eine ganzheitliche Aufgabe, die professionelles Wissen und ein Höchstmaß an Sensibilität im Umgang mit Menschen erfordert. In diesem Lehrgang erwerben Sie genau das Wissen und die Skills, mit denen Sie sich für die umfassende Beratung und Betreuung von Betroffenen sowie ihrer Zu- und Angehörigen qualifizieren.

Die Palliativmedizin und die Palliativpflege zielen auf die Linderung von Leiden im Endstadium eines Menschenlebens ab. In Anlehnung an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Hauptaufgabe der Palliativmedizin die Behandlung von Patienten, die
  • an einer nicht heilbaren Krankheit leiden
  • an einer fortschreitenden bzw. fortgeschrittenen Krankheit leiden
  • eine begrenzte Lebenserwartung haben

Es geht nicht darum, eine Krankheit zu heilen oder ein Menschenleben durch den Einsatz moderner Medizin um jeden Preis zu verlängern. Palliative Care umfasst vielmehr all jene Maßnahmen, die die Qualität eines Menschenlebens erhalten und erhöhen können, unabhängig davon, wie krank und schwach ein Mensch ist.

Der Lehrgang wurde unter der Prämisse der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland und entlang der WHO-Definition zur Palliative Care entwickelt. Ziel ist es, den Umgang mit den besonderen medizinischen, ethischen und kommunikativen Herausforderungen in der letzten Lebensphase zu vermitteln. Im Mittelpunkt steht das sensible Erkennen von Problemen und Belastungen in der palliativen Betreuung, um darauf die Beratung, die konkrete Hilfe und die praktische Begleitung Schwerstkranker und Sterbender sowie ihrer An- und Zugehörigen abzustimmen.

Daneben geht es aber auch um den Umgang mit den eigenen Grenzen zum Schutz vor eigener Überlastung und Burnout. Das exemplarische Lernen anhand von Fallbeispielen und praxisbezogenen Aufgaben unterstützt die intensive Auseinandersetzung mit den vielfältigen Fragen, Problemen und Geschichten im Umfeld von Kranksein, Sterben und Tod.

Zielgruppe

Der Lehrgang richtet sich in erster Linie an Menschen, die in ihrer beruflichen Tätigkeit mit den Themen Sterben, Tod, Abschied und Endlichkeit sowie den damit zusammenhängenden Fragen und Problemen konfrontiert werden. Ideal ist der Lehrgang als Zusatzqualifikation, wenn Sie zum Beispiel in der Pflege, der Medizin, der Therapie, der Psychologie, der Seelsorge oder im Gesundheits- und Sozialwesen tätig sind. Daneben steht die Teilnahme auch Angehörigen und Interessierten offen, die sich privat Kenntnisse in der palliativen Betreuung und Begleitung aneignen und den eigenen Blickwinkel erweitern wollen.

Themenüberblick

Kranksein, Sterben, Tod und Trauer als psychosoziale Herausforderung
  • Bedürfnisse von Menschen am Lebensende
  • Das Grundanliegen von Palliative Care
  • Hospizbewegung und Palliative Care im historischen Kontext
  • Prinzipien der Palliativbegleitung
  • Modelle der Versorgung in Deutschland und anderswo
  • Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen
  • Palliative Care in unterschiedlichen Lebensphasen

Schwerstkranke und Sterbende begleiten

  • Kommunikation mit Schwerstkranken, Sterbenden und Angehörigen
  • Krankheitsverläufe am Lebensende
  • Medizinische, psychische, soziale und spirituelle Probleme
  • Möglichkeiten der Palliativpflege
  • Menschen mit Behinderungen
  • an Demenz erkrankte Menschen

Angehörige begleiten

  • Familiensysteme und Rollen
  • Angehörigengespräche
  • Biografiearbeit mit Angehörigen
  • Bestattung und Rituale
  • Sterben, Tod und Trauer bei Migranten und Angehörigen

Ethik und Recht

  • Grundlagen der Ethik in der Medizin und im Gesundheitswesen
  • Ethik in Palliative Care
  • Vorsorge, Patientenverfügung und Selbstbestimmung
  • Advance Care Planning
  • Patientenrechte
  • Gesetzesgrundlagen zu Hospiz- und Palliativversorgung
  • Sterbehilfe

Interprofessionelle Zusammenarbeit

  • Die eigene Rolle verstehen und kritisch reflektieren
  • Angehörige
  • Ehrenamtliche
  • Professionelle
  • Was kann ich - was darf ich - was soll ich?
  • Kollegiale Fallbesprechung
  • kollegiale Beratung
  • Supervision
  • wann und warum?
  • Dokumentation und Transparenz
  • Netzwerke in Palliative Care

Palliative Care, Lebenssinn und Vorstellungen zum Tod

  • Spiritual Care
  • Spirituelle Anamnese
  • Würde am Ende des Lebens
  • Bedeutung der Spiritualität für Betroffene, Angehörige und Helfer
  • Philosophie, Tod und Sterben
  • Nahtodphänomen
  • Jenseitsvorstellungen
  • Sterben und Tod in Literatur, Kunst und Musik
  • Öffentliches Sterben

Self Care

  • Grenzen erkennen und Umgang mit Grenzen
  • Resilienz und Umgang mit Belastung
  • Wie viel Tod verträgt das Team?
  • Palliative Care und Self Care als Teamaufgabe
  • Humor
  • Hoffnung
  • Schlaf
  • Rituale, die mir helfen

Kompetenz für die Praxis, von der DGP anerkannt

Die vielfältigen Lehrgangsinhalte wurden von erfahrenen Palliativbegleitern, Medizinern und Psychologen zusammengestellt, die der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) angehören. Diese sind z.T. auch als Dozenten tätig und kennen die Fragen der Palliativbegleitung auch aus dieser Perspektive gut. Die Lehrgangsinhalte werden von der DGP offiziell anerkannt; dies ist auf dem Zertifikat vermerkt.

Ein Praxisseminar

Profitieren Sie von der jahrelangen Erfahrung und vielen wertvollen Hinweisen und Tipps auch im dreitägigen Präsenzseminar, das Sie idealerweise nach der ersten Lehrgangshälfte besuchen. Anhand zahlreicher Beispiele und Übungen lernen Sie gut angeleitet den Umgang mit schwerstkranken Menschen und deren An- und Zugehörigen und ebenso den Umgang mit Ihren eigenen Grenzen und Möglichkeiten. Für den erfolgreichen Seminarbesuch erhalten Sie zusätzlich zum Abschlusszeugnis das Zertifikat „Palliativbegleiter/in".

Teilnahmevoraussetzungen

Teilnahmevoraussetzungen:
Ein Alter von mindestens 23 Jahren, mittlerer Bildungsabschluss, Kommunikationsfähigkeit, erste berufliche Erfahrungen im pädagogischen, sozialen oder therapeutischen Bereich sind empfehlenswert, um den Lehrgang optimal nutzen zu können.

Lehrgangsbeginn:
Jederzeit - 4 Wochen kostenlos testen

Lehrgangsdauer:
12 Monate, wobei Sie wöchentlich etwa 8-10 Stunden benötigen. Sie können jedoch auch schneller vorgehen oder sich Zeit lassen; die Regelstudienzeit dürfen Sie um 6 Monate kostenlos überschreiten.

Umfang des Studienmaterials:
12 Studienhefte

Seminare:
Dreitägiges Praxisseminar (ca. 24 Stunden), das frühestens nach Bearbeitung des sechsten Studienhefts belegt werden kann. Die Seminargebühren sind in der Lehrgangsgebühr enthalten.

Studienabschluss:
Sie erhalten nach erfolgreicher Bearbeitung aller Einsendeaufgaben das ILS-Abschlusszeugnis "Palliativbegleitung". Nach erfolgreichem Seminarbesuch erhalten Sie das ILS-Abschlusszertifikat "Palliativbegleiter/in". Auf dem Zertifikat ist die Anerkennung durch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin vermerkt, welche sich auf die Lerninhalte bezieht und bestätigt, dass dise dem aktuellen Stand der Wissenschaft und der Palliativversorgung entspricht. Dieser Lehrgang entspricht nicht den Rahmenvereinbarungen gemäß § 39a Abs. 2 Satz 7 SGB V und berechtigt daher nicht zu Leistungen der Krankenkassen. Auf Wunsch stellen wir es Ihnen auch als international verwendbares ILS-Certificate in englischer Sprache aus.

So funktioniert Ihr Fernstudium beim ILS

Mit einem Fernstudium beim ILS nutzen Sie eine moderne Lehrmethode, die speziell auf die Anforderungen erwachsener Lerner zugeschnitten ist. Sie können jederzeit beginnen und entscheiden, wann und wo Sie lernen möchten. Regelmäßig erhalten Sie alle notwendigen Studienunterlagen zugeschickt und bearbeiten sie in Ihrem individuellen Lerntempo - angepasst an Ihren persönlichen Zeitrahmen. Von Lehrgangsbeginn an unterstützen Sie Ihre persönlichen Fernlehrer. Sie beantworten Ihre Fragen, korrigieren Ihre Einsendeaufgaben und geben Ihnen ein ausführliches Feedback.

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Ich bitte um:

Der Anbieter

Die Entscheidung für den richtigen Weiterbildungspartner ist eine Vertrauenssache. Das ILS bietet Ihnen die Sicherheit Deutschlands größter Fernschule. Über 200 staatlich zugelassene Fernlehrgänge, mehr als 700 Tutoren, Studienleiter und Mitarbeiter sowie rund 80.000 Studienteilnehmer jährlich machen das 1977 gegründete ILS zur größten Fernschule Deutschlands. In sechs Lehrinstituten führen wir Sie zu staatlichen, öffentlich-rechtlichen und institutsinternen Abschlüssen. Laut einer aktuellen forsa-Studie ist das ILS auch bei Personalentscheidern die mit Abstand bekannteste Fernschule in Deutschland. Ein großer Vorteil für Sie, denn man wird immer darauf achten, bei welchem Bildungsanbieter Sie Ihren Abschluss erworben haben.

ILS - Institut für Lernsysteme GmbH

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Deutschland